Was ist ein Montessori-Lernturm? Ein Ratgeber für Eltern zu Vorteilen, Alter und sicherer Nutzung
Was ist ein Montessori-Lernturm und welche Vorteile bietet er?
Ein Montessori-Lernturm ist eine erhöhte, rundum geschützte Plattform, die Kleinkindern dabei hilft, Küchenarbeitsplatten, Waschbecken und andere Arbeitsflächen in Erwachsenen-Höhe zu erreichen. Er ermöglicht Kindern, an geeigneten Alltagsaktivitäten teilzunehmen, während sie innerhalb einer kindgerechten Konstruktion Halt finden und von einem Erwachsenen aufmerksam beaufsichtigt werden.
Lerntürme werden häufig beim Kochen, Backen, Händewaschen, Zähneputzen, Malen oder Beobachten alltäglicher Familienabläufe eingesetzt. Ihr wichtigster Zweck besteht nicht nur darin, einem Kind eine höhere Position zu ermöglichen. Vielmehr schaffen sie zusätzliche Gelegenheiten zum Mitmachen, praktischen Lernen und zur altersgerechten Selbstständigkeit.
Welche Vorteile bietet ein Lernturm?
Ein Lernturm schafft einen kindgerechten Platz, von dem aus das Kind an alltäglichen Familienaktivitäten teilnehmen kann. Entscheidend ist dabei nicht allein das Möbelstück, sondern vor allem, wie es genutzt wird.
Er fördert die Selbstständigkeit im Alltag
Kleine Kinder möchten häufig genau das tun, was die Erwachsenen in ihrer Umgebung machen. Ein Lernturm ermöglicht ihnen, bei einfachen, altersgerechten Aufgaben mitzuhelfen, anstatt nur vom Boden aus zuzusehen oder auf Höhe der Arbeitsfläche gehalten werden zu müssen.
Je nach Alter und Fähigkeiten können Kinder beispielsweise:
- Obst und Gemüse waschen,
- Zutaten umrühren,
- Lebensmittel von einer Schüssel in eine andere füllen,
- eine Arbeitsfläche abwischen,
- ihre Hände waschen und abtrocknen,
- ihre Zähne putzen,
- ungefährliche Küchenutensilien sortieren,
- bei der Zubereitung von Speisen zusehen.
In der Montessori-Pädagogik haben praktische Tätigkeiten des täglichen Lebens einen besonderen Stellenwert. Sie können die Selbstständigkeit, Koordination, Aufmerksamkeit und aktive Teilnahme des Kindes fördern.
Er unterstützt das Lernen durch eigenes Tun
Alltägliche Abläufe geben Kindern die Möglichkeit, Bewegungen zu üben und Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung zu verstehen. Beim Eingießen, Schöpfen, Umrühren, Waschen und Sortieren trainieren sie unter anderem ihre Hand-Auge-Koordination, Feinmotorik, Konzentration und das Verständnis von Handlungsabläufen.
Ein Lernturm vermittelt diese Fähigkeiten nicht von selbst. Er erleichtert dem Kind jedoch den Zugang zu geeigneten Tätigkeiten auf derselben Arbeitshöhe wie ein Erwachsener.
Er kann die Verbindung innerhalb der Familie stärken
Gemeinsames Kochen oder Händewaschen schafft auf natürliche Weise Momente des Gesprächs, der gemeinsamen Aufmerksamkeit und des wechselseitigen Austauschs. Diese aufeinander abgestimmten Interaktionen zwischen einem kleinen Kind und einer vertrauten Bezugsperson werden auch als Serve-and-Return-Interaktionen bezeichnet.
Das Center on the Developing Child der Harvard University erklärt, dass ein aufmerksamer und wechselseitiger Austausch zwischen Kindern und Erwachsenen die frühe Sprachentwicklung, die soziale Entwicklung und die Grundlagen für späteres Lernen unterstützt.
Er kann das Hochheben des Kindes reduzieren
Ein Kind, das körperlich bereits dazu in der Lage ist, kann über die integrierten Stufen selbst in den Lernturm steigen. Dadurch muss es möglicherweise seltener von einem Erwachsenen hochgehoben und an der Arbeitsfläche gehalten werden.
Beim Hinaufsteigen, Stehen und Heruntersteigen muss das Kind dennoch jederzeit aufmerksam beaufsichtigt werden.
Für welches Alter eignet sich ein Lernturm?
Viele Lerntürme werden für Kinder ab etwa 12 oder 18 Monaten angeboten. Die individuelle Entwicklung und Bereitschaft des Kindes sind jedoch wichtiger als das Alter allein.
Ein Kind kann für die Nutzung eines Lernturms bereit sein, wenn es:
- ohne Unterstützung sicher stehen kann,
- Stufen kontrolliert hinaufsteigen kann,
- selbstständig und sicher wieder heruntersteigen kann,
- einfache Anweisungen versteht,
- innerhalb der Standfläche bleibt,
- nicht versucht, am äußeren Rahmen hochzuklettern.
Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell. Deshalb sollten die Altersempfehlungen des Herstellers immer gemeinsam mit der körperlichen Entwicklung und dem Verhalten des jeweiligen Kindes berücksichtigt werden. Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC weist darauf hin, dass Entwicklungsmeilensteine lediglich eine allgemeine Orientierung bieten und jedes Kind bestimmte Fähigkeiten in seinem eigenen Tempo erwirbt.
Für den CAPOARTI® Montessori-Lernturm gilt eine Altersempfehlung von etwa 12 Monaten bis 6 Jahren. Während des gesamten Nutzungszeitraums ist die Aufsicht durch einen Erwachsenen erforderlich.
Worin unterscheidet sich ein Lernturm von einem Stuhl oder Tritthocker?
Ein Lernturm wurde speziell dafür entwickelt, Kindern in erhöhter Position einen ihrer Größe entsprechenden Standbereich zu bieten.
Ein gewöhnlicher Esszimmerstuhl:
- ist nicht zum Hinaufklettern vorgesehen,
- kann verrutschen oder kippen, wenn sich ein Kind daran festhält,
- besitzt in der Regel keinen geschützten Standbereich,
- kann eine rutschige oder zu kleine Standfläche haben.
Ein einfacher Tritthocker erhöht zwar die Standposition des Kindes, umschließt seinen Standbereich jedoch normalerweise nicht.
Ein Lernturm verfügt üblicherweise über:
- integrierte Stufen,
- eine größere Standplattform,
- seitliche Stützelemente,
- einen oberen Rahmen um das Kind,
- auf junge Nutzer abgestimmte Proportionen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Lernturm automatisch sicher oder stabil ist. Die Konstruktion, Verarbeitung, Montage, Abmessungen und korrekte Verwendung spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Sind Montessori-Lerntürme sicher?
Ein gut konstruierter Lernturm kann mehr Halt bieten als ein gewöhnlicher Stuhl. Er ist jedoch kein Ersatz für die Aufsicht durch einen Erwachsenen.
In einem Lernturm befindet sich das Kind in einer erhöhten Position und kann möglicherweise heiße, scharfe, schwere oder zerbrechliche Gegenstände erreichen. Außerdem können Sturz-, Kipp- oder Einklemmrisiken entstehen, wenn der Lernturm ungeeignet, beschädigt, falsch montiert oder unsachgemäß verwendet wird.
In der Vergangenheit wurden bereits Tritttürme für Kinder zurückgerufen, weil sie zusammenbrechen, umkippen oder instabil werden konnten oder weil ihre Öffnungen ein Durchrutschen des Kindes ermöglichten.
Wie lässt sich ein Lernturm sicherer verwenden?
Achten Sie immer darauf:
- den Lernturm auf einen ebenen, trockenen und stabilen Boden zu stellen,
- ihn fest an einer geeigneten Arbeitsfläche zu positionieren,
- das Kind jederzeit aufmerksam zu beaufsichtigen,
- die Alters- und Gewichtsempfehlungen des Herstellers zu beachten,
- regelmäßig zu kontrollieren, ob Schrauben, Verbindungen und Plattformen fest sitzen,
- heißes Kochgeschirr, Messer und elektrische Geräte außerhalb der Reichweite aufzubewahren,
- Glas und andere zerbrechliche Gegenstände zu entfernen,
- den Boden rund um den Lernturm freizuhalten,
- dem Kind beizubringen, ausschließlich über die vorgesehenen Stufen hinaufzusteigen,
- die Nutzung sofort zu beenden, wenn ein Bauteil locker, beschädigt oder instabil ist.
Kinder dürfen den Lernturm nicht:
- ohne Aufsicht eines Erwachsenen benutzen,
- während des Stehens schaukeln oder verschieben,
- von außen am Rahmen hochklettern,
- sich weit über die Seiten hinauslehnen,
- in der Nähe von Treppen, geöffneten Fenstern oder heißen Kochflächen verwenden,
- zu zweit benutzen, sofern das Modell nicht ausdrücklich für mehrere Kinder ausgelegt ist.
Was kann ein Kleinkind in einem Lernturm machen?
Am besten eignen sich einfache, kurze Tätigkeiten, die dem Entwicklungsstand des Kindes entsprechen.
In der Küche
Ein Kleinkind kann beispielsweise:
- Obst abspülen,
- vorbereitete Zutaten in eine Schüssel geben,
- eine kalte Mischung umrühren,
- Salatblätter zerkleinern,
- eine weiche Zutat mit einem kindgerechten Küchenhelfer verstreichen,
- Zutaten mit einem Löffel umfüllen,
- Obststücke anordnen,
- beim Abwischen der Arbeitsfläche helfen.
Ältere Kinder können nach und nach anspruchsvollere Aufgaben übernehmen. Der Zugang zu Hitze, scharfen Küchenutensilien und Lebensmitteln, die eine Erstickungsgefahr darstellen können, muss jedoch immer von einem Erwachsenen kontrolliert werden.
Am Waschbecken
Ein Lernturm kann einem Kind dabei helfen, das Waschbecken zu erreichen, um:
- die Hände zu waschen,
- die Zähne zu putzen,
- ein Tuch auszuspülen,
- einen ungefährlichen Becher oder Löffel abzuwaschen,
- bei einfachen Abläufen der täglichen Körperpflege mitzumachen.
Da der Bereich dabei nass werden kann, sollten die Standplattform und der Boden anschließend zeitnah getrocknet werden, um die Rutschgefahr zu verringern.
Bei kreativen Tätigkeiten
Der Lernturm kann auch an einer geeigneten Arbeitsfläche verwendet werden, beispielsweise zum:
- Malen und Zeichnen,
- Arbeiten mit Fingerfarben,
- Spielen mit Knete,
- Sortieren unterschiedlicher Materialien,
- Basteln,
- Beobachten kreativer Tätigkeiten eines Erwachsenen.
Im Familienalltag
Nicht jede Nutzung muss als geplante Lernaktivität gestaltet werden. Manchmal möchte das Kind einfach in der Nähe stehen, mit einem Elternteil sprechen und beobachten, was gerade geschieht.
Auch solche gemeinsamen Momente können die Sprachentwicklung, Aufmerksamkeit und emotionale Verbundenheit fördern.
Unterstützt ein Lernturm die Entwicklung nach Montessori?
Ein Lernturm kann Montessori-inspirierte Alltagsabläufe unterstützen, wenn das Kind dabei eine sinnvolle Aufgabe übernimmt und die Beschäftigung nicht ausschließlich zu seiner Unterhaltung geschaffen wird.
Der Montessori-Ansatz ermutigt Erwachsene dazu, eine Umgebung vorzubereiten, in der Kinder zunehmend selbstständig handeln können. Dazu gehören beispielsweise Utensilien in erreichbarer Höhe, das langsame Vorzeigen einer Tätigkeit und ausreichend Zeit zum eigenständigen Ausprobieren.
Dabei kann folgendes Vorgehen hilfreich sein:
- nur die tatsächlich benötigten Materialien vorbereiten,
- einen einfachen Handlungsschritt langsam vormachen,
- das Kind selbst ausprobieren lassen,
- Hilfe anbieten, ohne die Aufgabe sofort zu übernehmen,
- akzeptieren, dass das Ergebnis nicht perfekt sein muss,
- die Materialien anschließend gemeinsam wegräumen und den Arbeitsbereich reinigen.
Das Ziel besteht nicht darin, dass ein Kleinkind eine Aufgabe genauso perfekt wie ein Erwachsener ausführt. Vielmehr soll es eine überschaubare Möglichkeit erhalten, selbst etwas beizutragen.
Wie wählt man den richtigen Lernturm aus?
Der beste Lernturm ist ein Modell, das zum Kind, zum Zuhause und zu den vorgesehenen Tätigkeiten passt.
Achten Sie auf eine stabile Konstruktion
Der Lernturm sollte solide wirken und auf einem ebenen Boden sicher stehen. Achten Sie auf die Breite des Untergestells, die Qualität der Verbindungen und die Befestigung der Standplattform.
Eine besonders leichte oder schmale Konstruktion lässt sich möglicherweise einfacher bewegen. Die Stabilität sollte jedoch nicht zugunsten der Mobilität beeinträchtigt werden.
Prüfen Sie die Standplattform
Die Plattform sollte ausreichend Platz für die Füße des Kindes bieten, ohne zu unnötig viel Bewegung anzuregen. Sie muss in jeder vorgesehenen Position sicher befestigt sein.
Ist die Plattform höhenverstellbar, sollte der Verstellmechanismus verständlich sein und vor jeder Nutzung fest arretiert werden.
Begutachten Sie den geschützten Standbereich
Der obere Rahmen sollte dem Kind guten Halt bieten. Gleichzeitig dürfen keine Öffnungen vorhanden sein, durch die es hindurchtreten, sich einklemmen oder auf den Rahmen klettern könnte.
Achten Sie auf die Stufen
Die Stufen sollten für die vorgesehene Altersgruppe gut sichtbar und einfach erreichbar sein. Ihre Oberflächen sollten sicheren Halt bieten und die Abstände so gewählt sein, dass das Kind beim Hinaufsteigen keine ungewöhnlich großen Schritte machen muss.
Wählen Sie langlebige Materialien
Massivholz wird häufig für Lerntürme verwendet, da es Festigkeit, ein solides Eigengewicht und eine zeitlose Optik bieten kann. Die Holzart allein bestimmt jedoch nicht die Qualität. Ebenso wichtig sind die Konstruktion, Oberflächenbehandlung, Pflege und Produktprüfung.
Überprüfen Sie die Oberfläche
Die Oberflächen sollten sich glatt anfühlen. Kanten müssen sorgfältig bearbeitet sein und dürfen keine zugänglichen Splitter oder scharfen Ecken aufweisen. Verwendete Beschichtungen und Oberflächenbehandlungen sollten für den vorgesehenen Verwendungszweck geeignet sein und die geltenden Produktanforderungen erfüllen.
Messen Sie den verfügbaren Platz aus
Prüfen Sie vor dem Kauf:
- die Höhe der Arbeitsfläche,
- die verfügbare Bodenfläche,
- den benötigten Platz zum Hinaufsteigen,
- die Position angrenzender Türen und Schubladen,
- den Abstand zu heißen Küchengeräten,
- den vorgesehenen Aufbewahrungsort.
Der Lernturm sollte keine Laufwege blockieren oder bei Nichtgebrauch zur Stolpergefahr werden.
Ist ein höhenverstellbarer Lernturm sinnvoll?
Eine verstellbare Standplattform ermöglicht es, die Standhöhe an das Wachstum des Kindes anzupassen.
Ein jüngeres oder kleineres Kind benötigt möglicherweise die höhere Position, während ein älteres Kind die niedrigere Stufe nutzen kann. Die ideale Einstellung ermöglicht es dem Kind, bequem zu arbeiten, ohne sich stark gegen die Arbeitsfläche lehnen oder auf den oberen Rahmen klettern zu müssen.
Die Höhe der Plattform darf nur eingestellt werden, wenn sich kein Kind im Lernturm befindet. Anschließend muss die Plattform genau nach den Anweisungen des Herstellers sicher befestigt werden.
Der CAPOARTI® Montessori-Lernturm bietet zwei Höhen für die Standplattform:
- 30 cm über dem Boden
- 45 cm über dem Boden
Damit stehen Familien zwei Einstellungen für unterschiedliche Wachstumsphasen und verschiedene Arbeitsflächen zur Verfügung.
Lohnt sich ein Lernturm aus Massivholz?
Ein Lernturm aus Massivholz kann sich für Familien lohnen, die ihn über mehrere Jahre hinweg regelmäßig nutzen möchten.
Mögliche Vorteile sind:
- ein solides und stabiles Standgefühl,
- eine lange Lebensdauer,
- die Möglichkeit, die Oberfläche bei Bedarf aufzufrischen,
- eine natürliche Optik,
- die gute Kombinierbarkeit mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen.
Produkte aus Massivholz sind häufig schwerer als vergleichbare Alternativen. Das zusätzliche Gewicht kann zu einem stabileren Eindruck beitragen, das Umstellen des Lernturms jedoch etwas erschweren.
Entscheidend ist nicht allein, ob ein Lernturm aus Holz besteht. Wichtiger ist, dass er gut durchdacht, fachgerecht gefertigt und für das jeweilige Kind geeignet ist.
Was zeichnet den CAPOARTI® Montessori-Lernturm aus?
Der CAPOARTI® Montessori-Lernturm wird in einer familiengeführten europäischen Holzwerkstatt aus massivem Buchenholz von Hand gefertigt.
Zur Ausstattung gehören:
- zwei fest montierte Stufen zum Hinaufsteigen,
- eine rundum geschützte Standplattform,
- zwei einstellbare Plattformhöhen,
- eine Konstruktion aus massivem Buchenholz,
- eine natürliche Holzoberfläche,
- vorgebohrte Bauteile und das benötigte Montagematerial.
Der Lernturm hat die Maße 95 × 47 × 31 cm und wiegt ungefähr 13 kg.
Seine Konstruktion soll Kindern ermöglichen, an geeigneten Tätigkeiten an Küchenarbeitsplatten, Waschbecken und anderen Arbeitsflächen teilzunehmen, während sie innerhalb des oberen Rahmens Halt finden.
Da der Lernturm aus natürlichem Massivholz gefertigt wird, sind Unterschiede in Maserung und Farbton charakteristische Merkmale jedes einzelnen Exemplars.
Wie wird ein Lernturm aus Holz gereinigt und gepflegt?
Wischen Sie den Lernturm mit einem weichen, leicht angefeuchteten Tuch ab und lassen Sie das Holz anschließend vollständig trocknen.
Vermeiden Sie:
- das Durchnässen des Holzes,
- die Reinigung mit Dampf,
- aggressive Reinigungsmittel,
- scheuernde Schwämme,
- die Aufbewahrung in feuchter Umgebung,
- längeren direkten Kontakt mit Wasser.
Überprüfen Sie regelmäßig:
- Schrauben und Befestigungselemente,
- die Halterungen der Standplattform,
- die Stufen,
- sämtliche Verbindungen,
- die Kanten,
- den Zustand der Oberfläche.
Beachten Sie die Anweisungen des Herstellers, bevor Sie die Oberfläche abschleifen, ölen oder ausbessern. Verwenden Sie den Lernturm nicht weiter, wenn Zweifel an seiner Stabilität oder seinem baulichen Zustand bestehen.
Lohnt sich der Kauf eines Lernturms?
Ein Lernturm kann für Familien sinnvoll sein, deren Kind regelmäßig an Abläufen in der Küche, im Badezimmer oder bei kreativen Tätigkeiten teilnehmen möchte.
Weniger geeignet ist er möglicherweise, wenn:
- nur sehr wenig Bodenfläche zur Verfügung steht,
- der Grundriss der Küche keine sichere Nutzung zulässt,
- das Kind entwicklungsgemäß noch nicht bereit dafür ist,
- der Lernturm nur selten verwendet würde,
- eine durchgehende und aufmerksame Beaufsichtigung nicht möglich ist.
Überlegen Sie vor dem Kauf, wo der Lernturm stehen soll, wie häufig er voraussichtlich genutzt wird und ob seine Abmessungen zu Ihrem Zuhause passen.
Ein Lernturm soll den Familienalltag bereichern und keinen Druck erzeugen, jede Beschäftigung in eine Lernstunde verwandeln zu müssen. Schon wenige gemeinsame Minuten, in denen das Kind hilft, beobachtet oder sich unterhält, können wertvoll sein.
Quellen und weiterführende Informationen
Association Montessori Internationale – The Development of Independence in the First 3 Years of Life
https://montessori-ami.org/trainingvoices/development-independence
Harvard Center on the Developing Child – A Guide to Serve and Return
https://developingchild.harvard.edu/resource-guides/guide-serve-and-return/
CDC – Positive Parenting Tips for Toddlers, Ages 1–2
https://www.cdc.gov/child-development/positive-parenting-tips/toddlers-1-2-years.html
CDC – Positive Parenting Tips for Toddlers, Ages 2–3
https://www.cdc.gov/child-development/positive-parenting-tips/toddlers-2-3-years.html
U.S. Consumer Product Safety Commission – Children’s Product Recalls
https://www.cpsc.gov/Recalls